Hundehalter zum Wesenstest!!!
Di, 27.April.2010 - 22:13
Zuletzt geändert: Dienstag, 27. April 2010 - 23:28
Gestern morgen, auf der Arbeit, kam aus Richtung der hervorragend informierten Bild-Leser:
“Das Drecksvieh würde ich kaputt schlagen!!!”
Ich mußte erstmal schauen, worum es geht… Wieder eine Hundattacke, schrecklich, sowas.
Trotzdem kam von mir erstmal die Frage, warum er den Hund für die Unfähigkeit seines Halters zur Verantwortung ziehen will? Da habe ich dann erstmal keine Antwort drauf gekriegt, dafür kam eine recht lebhafte Diskussion in den Gang, in der immer wieder jemand über diverse Hunde herzog. Völlig hirnlos, sowas.
Das Problem ist doch wohl eindeutig:
Es gibt viel zu viele Hunde in .de, welche dazu noch in über der Hälfte der Fälle von Idioten gehalten werden, das ist mal klar.
Jeder dahergelaufene Schwachmat/Schwachmatin muß ja heute 3-8 Hunde haben, auch wenn sie nicht mal in der Lage sind, ihr Leben ohne Hunde sinnvoll zu leben. Aber so Tölen müssen dann sein.
Diese zu erziehen spielt da ja dann keine Rolle mehr.
Ausnahmslos jeder Halter müßte mit seinem Köter mindestens alle 2 Jahre zum Test, ob der Halter überhaupt zur Hundehaltung fähig ist, mit verschärften Kontrollen und empfindlichen Geldstrafen, ob Kampfhund, Dackel oder Nuttenfiffi.
Anders geht´s ja heutzutage gar nicht mehr.
Ich hatte selbst 15 Jahre ´nen ziemlich aggressiven Boxer/Schäferhund-Mischling, bin also ohne Zweifel befugt, zu urteilen.
Ein riesiges Problem ist definitiv die Vermenschlichung: Ein Hund braucht weder ´nen Kumpel noch ´ne menschliche Mama, er braucht ein Rudel, in dem er seine festen Aufgaben hat und wo er einem Leittier(Herrchen/Frauchen) folgen kann und seine Grenzen aufgezeigt bekommt.
Er braucht Belohnungen, wenn er was gut gemacht hat, und Tadel, wenn er Mist baut. Ist eigentlich ganz einfach. Vergessen wird aber oft noch was: Langeweile.
Wenn ein Hund den ganzen Tag in der Wohnung hockt1, dann können tote Kinder passieren, so sicher wie das Amen in der Kirche.
Wenn man dann aber schaut, was sonst so den Kindern in unserer Gesellschaft so passiert, dann ist auch klar, daß es immer wieder bei dem Aufschrei nach einer Hundeattacke bleiben wird, verschärfte Gesetze zum Thema Hundehaltung sind wohl eher unpopulär.
- Der Garten gehört ebenso zur Wohnung!!! [↩]
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Donnerstag, 29. April 2010 @ 11:39
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