Yahoo ziert sich(noch)
Mo, 04.Februar.2008 - 17:09
Zuletzt geändert: Samstag, 16. Februar 2008 - 17:38
Verständlich, wer möchte schon freiwillig mit einer Firma so schlechten Rufes zusammenarbeiten wie Microsoft…
Zur Zeit werden alle Optionen geprüft, heißt es, es besteht auch weiterhin die Möglichkeit als eigenständiges Unternehmen weiterzumachen.
Bei einer Übernahme von Yahoo durch Microsoft gehe es um die Verteidigung der grundlegenden Prinzipien des Internets: Offenheit und Innovation. Microsoft habe in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, dass das Unternehmen proprietäre Monopole schaffe, um sich mit deren Hilfe dominante Positionen in anderen Märkten zu verschaffen. (golem)
Und das ist das Problem. Eine Firma, die ein Betriebssystem herstellt und vertreibt, dessen primäre Funktion es ist, nach Hause zu telefonieren, ist nicht vertrauenswürdig.
Und gab es da nicht auch mal ein Verfahren, in dem es darum ging, MS zu zerschlagen, da man es für nötig erachtete Windows und die restliche Produktpalette voneinander zu trennen? Von bis zu 3 kleineren Gesellschaften war damals die Rede. Ist nie was draus geworden…
Und jetzt wollen sie sich sogar einen Riesen einverleiben.
Etwas komisch mutet es schon an, da ja auch das neue OS namens Vista nicht so wirklich gemocht wird.
Außerdem zeichnet sich grade ab, daß Plattformunabhängigkeit die kommende Killerapplikation sein wird. Mit Web 2.0 scheint alles daraufhinzuweisen, selbst der größte DAU hat eine Seite/einen Blog. Und das ohne Wissen über OS & co.
Weiterhin erlebt Linux einen Aufschwung wie noch nie, der Durchschnitts-User braucht nicht mal mehr frickeln. Das sind also die nächsten, die auf ein MS-OS verzichten können und jene kann man dann weiterhin über Internetdienste erreichen.
Nur leider ist dem MS-Suchdienst kein solcher Erfolg beschieden, wie seinem OS.
Auch der Messenger ist nicht soo gefragt…
Da könnte man doch durchaus von Yahoo profitieren.
Ok, man könnte jetzt sagen, daß 2 Verlierer immer noch keinen Gewinner ergeben, aber das kann sich sehr schnell ändern.
Ich muß gestehen, daß meine bevorzugte Suchmaschine Google(und nur die Suche, kein Gmail oder sonst was!) ist, aber ich habe andere auch immer wieder probiert! Fakt ist allerdings, das Google die besten Ergebnisse bringt und noch dazu am komfortabelsten zu bedienen ist. Einige andere ignorieren zB das “-Zeichen, was eine Suchmaschine für mich wertlos macht.
Wenn es um Recherche geht, ist man ohnehin gezwungen auch andere Suchdienste zu bemühen, da es ansonsten einseitige Ergebnisse geben könnte.
Die beste Alternative zu den genannten Diensten scheint aber wohl Wikia-Search zu sein, allerdings dauert es da noch etwas, bis man an produktiven Einsatz denken kann, der Dienst ist zZ noch im Alphastadium.
Sollte es dann aber laufen, gehe ich von qualitativ deutlich besseren Suchergebnissen aus!
Wollen wir mal abwarten, wie lange Yahoo sich noch ziert oder mit wem sie am Ende in die Kiste steigen, so lange meine Seiten von allen Diensten gefunden werden, ist es mir eigentlich egal…
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Kommentare
5 Kommentare zu “Yahoo ziert sich(noch)”
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Montag, 04. Februar 2008 @ 18:00
Ich habe einen Trost. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, da hatte die IBM die Mainframes und die PC’s und die absolute Marktmacht. Vorbei, vergangen. Futsch.
At&T hatte Telefon und Unix. Die Macht schlechthin und mit Ma Bell die beste Entwicklungsabteilung der Vergangenheit. Erledigt.
Microsoft. Es gibt immer mal wieder ein paar Höhen, aber eigentlich ist es vorbei. Die Entwicklung zieht an dieser Art Desktop Betriebssystemen und auch an Linux vorbei.
Google ist toll. Aber mal im Ernst. Wer nimmt denn die Gewichtung von Google noch gottgegeben hin. Klar ein paar Jahre wird die Macht von Google noch reichen. Dann kommt aus einer kleinen Garage, irgendwo zwischen Kalkutta und Wanne-Eickel ein Produkt das Google übrig macht.
Erfolg ist momentan.
Momente vergehen schnell.
Montag, 04. Februar 2008 @ 19:06
Die Entwicklung zieht an dieser Art Desktop Betriebssystemen und auch an Linux vorbei.
Hmm, sieht für mich wirklich nicht so aus, was soll es denn für Alternativen geben?
Web-basiertes? Und wenn grad kein Web da ist, kann ich am Rechner nix mehr machen? Es mag sein, daß die Entwicklung an überladenen Exemplaren ala Vista vorbeizieht, aber XP zB stellt eine ungebrochene Macht am Desktop dar. Eine nicht zu unterschätzende Größe ist da auch die Gewöhnung des Nutzers an das Windows-OS, weshalb Linux-Derivate wie Ubuntu boomen, da sie auch auf den Windows-Nutzer nicht allzu befremdlich wirken und Nutzer zum Umstieg animieren, die bislang mit Linux nichts anfangen konnten.
Klar ein paar Jahre wird die Macht von Google noch reichen. Dann kommt aus einer kleinen Garage, irgendwo zwischen Kalkutta und Wanne-Eickel ein Produkt das Google übrig macht.
Bis dahin wird Google seine Macht noch vergrößert haben, mit all’ seinen (vielgenutzten) Zusatzangeboten werden sie die Nutzer noch mehr an sich binden… Ich glaube auch nicht, daß es heutzutage einem “Garagenunternehmen” noch möglich ist, von jetzt auf gleich etwas zu entwickeln, daß einen mächtigen Konzern erschüttern könnte.
Ich glaube auch, daß man die Situationen nicht mehr einfach so vergleichen kann. Es waren damals ganz andere Voraussetzungen gegeben, dadurch das eben nicht in jedem Haushalt ein PC stand, gab es viel mehr Freaks, die an innovativen Ideen bastelten. Es ist heute um ein vielfaches schwieriger, was neues zu bringen. Und das dieses dann auch noch vom Fleck weg erfolgreich sein soll(muß!), macht das alles nicht gerade leichter. Die Freaks sind eine Minderheit, und wer bastelt denn heute noch an irgendwelchen Programmen, die irgendwelche Aufgaben lösen sollen?
Man hat früher mehr Zeit daran verbracht, den Rechner dazu zu bringen auszurechnen, wieviele Fliesen man für die neue Treppe braucht, als es auszumessen, was wesentlich schneller gewesen wäre. Sowas braucht man heute nicht mehr. Es gibt die entsprechende Software schon. Und somit fallen 95% der Freaks weg und werden auch niemals die neue Innovation präsentieren…
Und der momentane Erfolg von Windows hält nun doch schon ‘ne ganze Weile an.
Es wäre natürlich schön, was sinnvolles neues zu sehen, aber ich sehe keinen Lichtstreifen am Horizont.
Dienstag, 05. Februar 2008 @ 17:46
[...] unnamed feelings [...]
Dienstag, 16. März 2010 @ 21:04
Wenn ich Yahoo wäre, dann würde ich alles tun die Suchmaschine weiter auszubauen und seine Marke zu stärken. Schließlich darf man nicht vergessen, dass Microsoft einen eigenen Suchdienst namens Bing hat. Wenn Yahoo jetzt von Microsoft gekauft würde, dann kann ich mir gut vorstellen, dass Bing weiter ausgebaut wird und wo Yahoofunktionalitäten oder erfolgreiche SM-Marketingangebote von Yahoo existieren, wird Microsoft interessiert sein, die bei Bing nachzubilden, um dann behaupten zu können, dass dieses ein erfolgreiches Bing-SM-Marketingwerkzeug ist.
Immerhin ist Yahoo bereits ein Bündnis mit dem Socialbookmarkingdienst Delicious eingegangen. Damit ist Yahoo auch nicht untätig.
Sonntag, 21. März 2010 @ 00:02
Naja, nach einigem hin&her sind Yahoo&Microsoft jetzt die unheilige Allianz…
http://www.golem.de/1002/73236.html